
some reviews:
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10/2004 from http://www.monochrom.at/cracked/
EGOTRIP
EGO = ego - 1
LP, Interstellar Records.
Bass- and drum-junkies of the worst kind have their dream come alive. Harsh, minimalist, brutal tracks to kill your stereo. Slowly but stubbornly modulating noise and kickdrums into big blocks of concrete (and I do mean the floor building stuff that is as hard as hell). Or using real clicks from analogue electric currents to build vast powerful machines. Mille Plateaux gone Punkrock is more like it. At several times he does build a monstrous groove, but you'd still kill any party with that record. I know you're gonna enjoy it.
I tried for a few month now to come to grips with this record, but I couldn't do it. I was either too busy by my life or too distracted by the music to get to any final conclusion, so, finally, I have decided to take the easy way out: I'm gonna tell you all what this is, and you try to figure it out for yourself, 'kay?
The basics are that Egotrip, quite unsurprisingly, is a soloproject. The mind behind the sounds is Andre Zogholy, who has already released on Staalplat and shared stages with Dat Politics, Techno Animal, David Toop, Pan Sonic, Meldted Men, Console, and others. A mixture that is quie fitting for the music that Egotrip lays down. On "EGO = ego - 1" you'll find eleven minimalist tracks consisting of one basic soundpattern that is altered slightly during the course of a few minutes. These soundpatterns appear as if taken from the wrong end of the plugs, like electric current come alive. Definitely analogue origins, kickdrums born from interference. As if Zogholy was searching his machines and pedals for mistakes, for those constellations in which sounds turn into noise and then broadening that small band until it becomes a highway to drive on.
At times the rhythms or rather loops form straight beats, then you get something like Jean Bach without the computers (but a similar sense of humour) or even like T.Raumschmiere without the melodies. For melodies are completely missing. Especially within those other pieces, that defy any straight beat, change stuff around to destroy the rhythm and then dissolve in a high-pitched tweeping. Some of it is subtle and drawn-back, but most tracks are brutally in your face, harsh and without any decoration. Like metamphetamine-junkies from the south searching for the lowest, broadest and most destroying bass sound there is. A V8-boombox.
During the tracks Zogholy is moving modulations and frequencies up and down the scale, lets the beat run out or intensifies them, all as ruled by a magic hand. The god of electronic noise, what's the animal to bring as sacrifice? To wave away Egotrip's efforts by labelling them as simple would be wrong. Even the aforementioned "minimalist" is a broad description, but still fitting because of the restriction to two maximum three layers of sound. At times there is even only one. Going that way he moves from genre to genre, even scratching on hiphop here or avantgarde electronic there. (That'll make him easy prey for the purists. Fuck the purists.) Do I have to mention that this should be listened to loud, as loud as possible without hurting anyone?
It seems to me as if failure is as important to Egotrip as success. After all, the definition lies all with the people involved and if Egotrip manages to declare that what he is looking for is failure - the breaking of soundwaves, instant interference or overdrive, involuntary noises overtaking the whole loop - then success is not what he is looking for.
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skug - 59 | Heinrich Deisl | 03-08-2004 |
In Linz lärmt es wieder ordentlich. Nach seiner letztjährigen Veröffentlichung ist jetzt wieder auf Interstellar Material von André Zogholy aka Egotrip zu haben. Den seit 1996 aktiven Zogholy muss man eindeutig zum erweiterten Kreis der Linzer Krachwerker zählen, derer es ja einige gibt. Dem seit 1996 als Musiker und in den Kulturplattformen kupf und qujochö (spitzenmässige plateaukonstruktionen) aktiven Egotrip haben gute Kontakte und bessere Musik die Improv-Einladungen unter anderem von Fax Mattinger, DAT Politics, Techno Animal oder Melted Men eingebracht. Nach zwei selbstproduzierten Platten 1997 und 1999 und einer Reihe internationaler Samplerbeiträge geht es auf seinem vierten Tonträger »EGO = ego -1« in bewährter Manier zur Sache: Diesmal indes Stimmloop-reduzierter und sozusagen weniger Trash-dekonstruktiv sondern eher als Studie der freien Elektronik-Improvisation, die nichts desto weniger die Hymnen popkulturellen Schaffens ordentlich durch den Reißwolf krachen lässt. So wäre etwa der Amerikaner Donna Summer ein idealer Session-Partner für die durch lecke Kabelenden beschleunigten Disco-Vermanschungen. Egotrip, der Name ist Programm: Nicht als Verwirklichung selbstbezogener Gelüste, sondern absichtliche Plakativität, die als Überhöhung auf das Wesentliche fokussiert. Dabei spielt die undogmatische Herangehensweise - siehe allein die homepage - eine wichtige Rolle, vermittelt sie doch Flexibilität und die vielerorts ausbleibende ironische Distanz. Teils mit Uraltmaschinen ausgestattet und um keinen noch so abgelegten Joke verlegen, bohren sich die Tracks in die Ohrwindungen. Charmanter Noise, könnte man sagen. Egotrips Improvisationen sind, wenn man so will, ein Freispielen von Konventionen innerhalb eines vorgegebenen Frameworks, sind elektrifizierter Freestyle-Punk, der seinen Kisten das Letzte an nicht-vorschriftsgemäßen Bedienungen abverlangt. Nicht umsonst heißt eine aktuelle Nummer »I'm all lost in the shopping mall«, auf die es mit den The Clash-lyrics aus »Lost in a supermarket« zu antworten gilt: »I'm all tuned in, I see all the programmes«.
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KAPUZINE Rainer Kohlberger: Ins letzte Kapuzine leider nicht mehr geschafft, hiermit nachträglich eine Nachrede zu Andre Zogholys letztem Longplayer, dafür mit Lob an dem ungemein fetten Auftritt am Interstellar-Festival Ende März. Wer dabei war, der/dem sitzt die Überdosis Bass vielleicht jetzt noch im Nacken und kann vielleicht ein wenig nachfühlen, was sich in den Rillen des Interstellar Release no.7 ungefähr abspielt. Simple Frequenzen und analog generierte Kickdrums (oder auch vocals von Krise auf 'i'm all lost in the shopping mall'), die durch verschiedene Filter und Distortion-Geräte geschickt werden, ergeben einen donnernden Stream in Friction, der nur von sich selbst aufgehalten werden könnte und dies in manchen Momenten auch zu versuchen scheint, funkt dann aber nicht und somit rockt die von Patrick Pulsinger produzierte Platte einfach aber bewusst beschwert weiter und erinnert dann und wann an Electronicat, COH und Mr.Oizo.
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back again: EGOTRIP ist ziemlich elektro-schlagzeugbetont, ein bisschen Drum`n Bass, Low-Fi-Sound, oftmals zischend und zuckend, zudem noch instrumental. Der dritte Track "Hoerbsp." ist dann zu guter Letzt noch eine wahre Qual für die Ohren und endet mit einem Extrem-Effekt, der die Boxen noch einmal so richtig fordert und dem Zuhörer einen gehörigen Schrecken verbreitet. Ich muß gestehen, daß ich diesen Teil sofort noch einmal hören mußte, um zu prüfen, ob die Boxen im Eimer sind, oder ob die CD einfach so klingt. Es war die CD
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: was ist seine musik ohne volt? vielmehr watt; heisst es wohl. alleine auf weiter flur reitet der trip auf alter ego. entgegen seinem physischen operationsraum bewegt der mann sich im sonnenlicht der reflexiven methodik. kein wort zuviel, keine etikette überstrapaziert - der rock hat hier im roll einen vertrauenswürdigen partner gefunden. die beine am boden, den blick nach vorne gerichtet, gitarre umgeschnallt, den synthie angemacht und ohne zögern aus der verteidigung in den angriff übergegangen. geprügelte helden fallen nicht um.
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staalplaat: "heavy on guitar and willing to behave in guerilla-style Egotrip enters the brighter side of the dawn. No citation unvented, no joke too old, midi-guitar-solos from van halen`s "jump", usually anti-dogmatic-style and mixing up reference-systems, egotiationz.This man accomplishes what people fear the worst: getting fucked up the 80ies."
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angbase.com: like an earthier noto track - bleeps echoed to infinity, which somehow morph into a clicky house beat. Very lush and club-friendly in theory but taken into the weirdness zone by the harsh bleeps and tones that recur throughout.
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hinternet: Alles ist Flow, und wie Glitter funkelt zartes Gefrickel auf. Sechs Minuten später sind die Loops verschwunden, Beat, Kratzen und gepitchte Stimmen als einzige noch übrig. Bis alles wieder verglimmt, zart funkelnd. Egotrip. Riffs und Kadenzen auf dem Podest, wo sonst Melodien und traditionelle Song-Schemata ihren Platz haben. Keine Dramaturgie? Doch: die Aneinanderreihung von Wohlklängen und Überraschungen. Unberechenbar der Moment der Eruption, wenn der Lärm aus dem Gemurmel und Gefrickel bricht.
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SKUG, Christian König, 1999:
Ich glaube, Herr Andre Zogholy hat einen Hit produziert. Wie sonst sind die leuchtenden Mädchenaugen beim Auflegen der "Je`taime"ins Gegenteil verkehrenden Nummer "When the Ego Loves The Ego" zu erklären ? Auch sonst fladert Egotrip ganz erfolgreich in der Musikgeschichte und behandelt beispielsweise die Elektronik-Pioniere Mantronix ähnlich liebevoll wie Ween ihre heißgeliebten 70er. Die Kombination wehmütige Gitarre/Orgel mit Störgeräusch und raufgepitchten Vocals kann man dann aber auch gleich als Reminiszenz an jene Gruppe lesen. Wenn am Ort der Produktion (das Schlafzimmer !) die Platten ständig präsent sind, dann liegt es nahe auf sie auch im Produkt hinzuweisen. Will sagen: hier wird äußerst lustvoll mit Popmusikgeschichte umgesprungen, ohne die Selbstständigkeit im Songschreiben zu verlieren. So nebenbei können wir noch Found Footage aus dem Internet bewundern, wie etwa eine Einführung in die Welten des Mellotron. Schließlich hat dieses Instrument in den 70ern ganzen Orchestern das fürchten gelehrt, weil es plötzlich denkbar wurde, daß sie durch eine Ein-Mann-Band ersetzt werden könnten. Genau diese Einzelkämpferhaltung wird auf Egotrips zweiter Scheibe bis zum Geht-Nicht-Mehr zelebriert (siehe den "Hit"), bleibt jedoch wegen wiederholten Augenzwinkerns immer liebenswürdig.
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WOLFGANG ALMER, Plattentip, Nov/Dez 1999: Das ist jetzt also der zweite Longplayer von Egotrip, jenem Mann, der schon mit seiner ersten CD in so manchen Alternativ-Hitlisten ziemlich viel hinter sich ließ. Toller, wenn auch hie & da leicht trashiger, aber immer spannend-experimenteller Pop mit Unmengen von Geräuschen, Samples und Instrumenten kommt einem da entgegen, natürlich alles vom Ego persönlich eingespielt. Programmatisch auch die Samplelist: Da reihen sich Wortfetzen von Homer Simpson an Parts von Frank Zappa, Heino-Gedudel kollidiert mit Percy-Sledge- oder Art-of-Noise- Klassikern, und selbst Bankomaten sind nicht zu fad, um auf CD gebannt zu werden. Alles in allem ein verdammt frisches, freches und spannendes Album, das einen ganz bewußt an Sonic Youth erinnern soll. Das hat inzwischen auch schon Fritz Ostermayr von der besten Radiosendung Österreichs, "Im Sumpf" (jeden Sonntag, 21 Uhr, FM4) mitgekriegt und dieses Album zu einem seiner Favoriten gekürt.
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KAPUZINE Nov/Dez 1999: mit der tuna-gitarre umgeschnallt blickt der linzer heino im startrash-style den zwergen des pöstlingberges unter die roten röcke. ween, binary, captain beefhart und paul weller kucken mit ihm und den zwergen gefällts. dementsprechend relaxed kuscheln sich auch die beats an die lange liste der samples, wobei hier neben percy sledge ("when the ego loves the ego") auch homer simpson vertreten ist. nun bleibt nur noch zu sagen, daß auch der Sumpf und die Graue Lagune (FM4) ihre freude mit dem tonträger hatten und in weiterer folge dem review eine dieser fürchterlichen floskeln wie "gelungen", "megacool", "empfehlenswert" oder "sauber" hintanzustellen ...
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MONOCHORD: Album des Monats Nov/Dez 1999
...linzer soundbastler mit soundblaster...
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WWW.SKUG.AT: "Österreichs vielleicht beste Einmannband."